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Feuerwaffen Verschlusssysteme #1 stoffschlüssig 1-6


willkommen zurück, ich bin gordon und
das ist die erste folge von feuerwaffen verschlusssysteme. wer die einleitung zu
dieser serie nicht gesehen, hat findet den link unten in der beschreibung.
kurz zusammengefasst, die serie beleuchtet alle bis heute bekannten
verschlusstechniken, die für feuerwaffen entwickelt, oder in feuerwaffen verwendet
wurden. jede einzelne untervariation von einer bestimmten verschlusstechnik zu
beleuchten, ist aufgrund der masse und auch aufgrund fehlender, oder verlorener
dokumentation schlicht unmöglich. daher geht es in dieser serie primär um
die aufs wesentliche reduzierten technischen lösungen. abwandlungen von
der gleichen technik werden nur dann beschrieben, wenn sie einen erheblichen
einfluss auf die waffenhistorische entwicklung hatten, oder haben. die
reihenfolge der serie ist nach den technischen kategorien “stoffschlüssig”,
“formschlüssig” und “kraftschlüssig” geordnet und erst innerhalb jeder
kategorie möglichst chronologisch. D.h. eine stoffschlüssiger verschluss
aus zb dem 15. jahrhundert und ein formschlüssiger aus der gleichen
epoche, erscheinen daher in unterschiedlichen folgen. auch wenn die
recherche dazu in unzähliger literatur, respektive patenten intensiv und
gewissenhaft ist, kann ich natürlich weder für die vollständigkeit noch für
die korrektheit garantieren. damit ihr die möglichkeit habt für die hier
vorgestellten verschlusstechniken eigene hintergrundinformation einzusehen,
findet ihr wie bei Dossiers üblich ein quellenverzeichnis am ende jeder folge.
die einfachsten feuerwaffen haben auch die einfachsten verschlüsse. die
einfachsten verschlüsse sind stoffschlüssig und statisch. “stoffschlüssig”
bedeutet, der verschluss ist stofflicher bestandteil und “statisch” heißt, der
verschluss ist unbeweglich. der erste und damit simpelste verschluss,
der hier zu sehen ist, ist das was quasi alle kennen dürften.
ein rohr-ähnlicher gegenstand mit nur einer öffnung. viel technische
innovationen ist hier nicht vorhanden, die eine seite ist offen und die andere
seite fest verschlossen. das ganze mit einer kleinen bohrung zum
zünden der ladung. diese art verschluss kam in allen erdenklichen waffentypen
zur anwendung. vom moerser über kanone bis zur handfeuerwaffe. gezündet wurde
die ladung direkt mit lunte, radschloss oder mit steinschloss. ein wichtiger
zwischenschritt hierzu war die entwicklung des Zündhütchens durch
den schweizer Joseph Egg und das perkussionsschloss durch alexander
forsyth. auch wenn es keiner so recht glaubt, auch heute in den modernen armeen
sind vorderlader militärisch genutzte waffen! genauer der moerser,
beziehungsweise verschiedene typen von granatwerfern sind einfachste
vorderlader. auch zur gattung der vorderlader zählt der zapfenverschluss.
hier ist alles umgedreht, wobei der eigentliche verschluss der zapfen ist.
die treibladung befindet sich hier im geschoss selbst. wer der ursprüngliche
erfinder ist, ist unbekannt. es gibt hinweise darauf dass diese art
werfer bereits im 11. jahrhundert in china verwendung fand. dabei wurden
ausgehöhlte steine, feuerbälle und auch bombenähnliche gegenstände als geschoss
verwendet, um den gegner zu malträtieren oder zu verwirren.
in der neuzeit war dieser simple verschluss als granatwerfer während des
zweiten weltkriegs auf deutscher seite im einsatz. kommen wir zu den dynamischen
der stoff schlüssigen verschlüsse und hier wird es dann auch technisch
interessant. bis zum aufkommen von rauchlosem pulver, wurde auch hier die
damalige technik bis aufs letztmögliche ausgereizt. der erste dynamische verschluss den wir
uns anschauen, ist deshalb bemerkenswert weil er aus dem 15. jahrhundert stammt.
entwickelt wurde er in deutschland und frankreich. wie so oft haben Büchsenmacher innovative ideen umgesetzt. leider ist auch hier nicht der
eigentliche erfinder bekannt. es handelt sich um einen kammerblock, der durch eine
mechanik vom lauf getrennt und nach oben geschwenkt werden kann.
hier müssen treibladung und geschoss also nicht mehr aufwändig von der
mündung ausgeladen werden. wie ist der ablauf?
nachdem der schuss abgegeben wurde, hält der schütze die waffe mit nur einer hand
und betätigt den schwenkhebel. dadurch wird der kammerblock entriegelt
und ein paar millimeter nach hinten bewegt. in der zweiten hälfte des
entwicklungs vorgangs schwenkt der kammer block dann nach oben und kann
somit pulver und geschossen befüllt werden
gleichzeitig wurden bei einigen der waffen zb das rad oder stein schloss neu
gespannt nach dem schließen wurde dann noch das unkraut aufgebracht und die
waffe war wieder feuer bereit abwandlungen von diesem verschluss sind
solche wo der kammer blockhaus nehm war oder nur durch einen schwenk regel
gesichert ist und auch solche mit einer feineren komplizierteren mechanik das
grundprinzip bleibt hierbei aber immer derselbe ab dem 19 jahrhundert kam
dieser verschluss dann mit dem perkussionsgewehr form neu auf dieser verschluss der sogenannte kalthof
verschluss ist ganz besonders interessant es handelt sich hierbei um
ein widerlager der vorderlader epoche mit augenzwinkern könnte man quasi
waffen mit diesem verschluss als sturmgewehre des 17 jahrhunderts
bezeichnen in einer zeit wo das schloss noch eine
große verbreitung hatte eine solche waffe zu haben durfte auch manche
zeitgenossen damals wie science fiction gewirkt haben
ein gewehr wo man prinzipiell nach abgabe des schusses nur einen hebel
betätigt und sofort wieder feuer bereit ist die familie kalthof ursprünglich
kolthoff war eine ziemlich reiche familie im metall- und im büchsenmacher
handwerk der erste hermann kolthoff hatte mehrere söhne die wiederum
ebenfalls im metall oder büchsenmacher handwerk ausgebildet wurden und auch
tätig waren viele der söhne waren im dienste von
königshäusern und zaren in ganz europa es ist unbekannt wer wirklich der
eigentliche erfinder dieser verschlusstechnik ist aber kaspar
kalthof einer der söhne und büchsenmacher oder 1645 das erste seiner
art ein lehrling von kaspar kalthof war der
däne hermann in barneveld welcher später für das englische königshaus um zirka 16
150 ein eigenes gewähr mit dieser technik baute die
ursprüngliche konstruktion von kalthof wurde von ihm weiterentwickelt und besaß
einen unter hebel ähnlich wie später bei winchester modellen die geschosse waren
hierbei unter dem lauf angebracht und wurden mit einer komplizierten mechanik
beim wieder laden in den lauf befördert zehn jahre später baute michelle
lorenzoni seinen berühmten lorenzoni widerlager ob lorenzoni von cult of
ursprünglicher technik inspiriert war oder auch die gleiche idee kam ist
ungewiss es ist zumindest zu vermuten dass er davon erfuhr noch in sonys
konstruktionen ist jedoch um 90 grad gedreht das heißt der wieder lade hebel
ist nicht unterhalb der waffe wie bei gold offs konstruktion sondern seitlich
wenn man sich vor augen hält welche technischen möglichkeiten materialien
und werkzeuge zur damaligen zeit verfügbar waren
ist das eine schier unglaubliche beeindruckende leistungen dieser
büchsenmacher das bild zeigt hier kalt offs und sonys ursprüngliche konzeption
und bin daher auch nicht welche der gezeigten ansichten die seiten oder
draufsicht sind treibladung und geschoss befinden sich
in einem drehbaren zylinder der geschosse und pulver vorrat sind bei
lohan sonys konstruktion in der schulter schütze untergebracht rechts oben im
bild seht ihr den ablauf nach der schussabgabe hält man die waffe mit der
bindung zum boden und betätigt den lader hebel um ca 180 grad
damals gefallen dann ein geschoss in einer runde aussparung im zylinder und
das pulver in die brennkammer der ebel wird dann wieder nach vorne bewegt wobei
das geschoss in den lauf fällt während die aussparungen am lauf vorbei geht ist
der hebel weg vollständig tätig befindet sich die kammer mit dem pulver wieder
vor dem geschoss und dem lauf bike althoffs und lorenzo nis konstruktionen
konnte es passieren dass das geschoss nicht in den lauf gerutscht ist
der schütze sieht dann das pulver aus dem lauf auf den boden rieseln
wie gesagt ziemlich beeindruckende technik aber die toleranzen sollten hier
schon ziemlich klein sein wenn es dann doch mal ein funke schaffen sollte bis
zum pulver vorrat zu gelangen hat der schütze genau neben seinem gesicht eine
ziemlich perfekte granate das dürfte auch für alle umstehenden
personen gefährlich werden daher die geschosse ebenfalls quasi an passender
stelle neben dem pulver sitzen auch ein logos bekannter vertreter stoff
schlüssiger dynamischer verschlüsse ist das sogenannte harmonika system
hier sind mehrere kammern neben beziehungsweise übereinander angeordnet
und bilden somit einen mehrschüssigen block der fertig vorgeladen und auch
separat mitgeführt werden konnte die anzahl der kann man variierte ab 2
aufwärts der blog wird von einer seite oder jener orientierung der verschluss
konstruktion auch von oben eingeführt spannt der schütze nach der schussabgabe
den hammer neu wird der block automatisch durch einen finger und einer
leistung zur nächsten kamera weiterbewegt nach der letzten kammer
fällt der block dann heraus und ein neuer blog kann eingeführt werden
ziemlich simple und einfacher technik in einer nicht nachprüfbaren nennung findet
sich eine zeichnung in einem museum in zürich von einem gewissen erfinder
namens welt in welcher um 1745 bereits eine vergleichbare konstruktion mit
steinen oder rat schloss geschaffen haben soll
leider gibt es dafür wieder ein exponat noch eine wirkliche bestätigung daher
dass ich das an dieser stelle mal offen wie auch immer diese konstruktion war
nicht nur in europa sondern vor allem im amerika des 19 jahrhunderts bekannt und
verbreitet kein anderer als jonathan browning der
vater von johnny moses browning produzierte eine harmonika gewehr ab den
1800 30er jahren in serie so das war’s mit dieser folge in der
kommenden folge dieser serie seht ihr die nächsten sechs verschluss
konstruktionen hier ebenfalls noch aus der kategorie stoff schlüssig dynamisch
danke fürs zuschauen bis dahin

8 thoughts on “Feuerwaffen Verschlusssysteme #1 stoffschlüssig 1-6

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